Ernährungstrends – worauf achtet die junge Generation

Für die junge Generation ist das Thema Ernährung ein wichtiges Thema. Vielen jüngeren Menschen ist es wichtig, einen perfekten Körper zu haben. Durch die sozialen Medien steigt der Druck auf die Heranwachsenden, da sie Angst davor haben, online von anderen Usern an den Pranger gestellt zu werden. Cyber-Mobbing ist schließlich ebenfalls ein aktuelles Thema für die heranwachsende Generation. Wer nicht dem Durchschnitt entspricht, endet häufig als Meme oder wird anderweitig von einem breiten Publikum belächelt. Für viele jüngere Menschen hat das zur Folge, dass sie sich selbst in die Magersucht treiben oder unter einem mangelnden Selbstbewusstsein leiden. Zusätzlich werden die Stimmen in Richtung Nachhaltigkeit immer lauter. Durch Menschen wie Greta Thunberg wurden viele Jugendliche motiviert, mehr etwas für die Umwelt zu tun. Ein besonderer Fokus wird beim Einkauf von Lebensmitteln daher auf die Nachhaltigkeit gerichtet. Durch Demonstrationen und Kundgebungen werden sie in Massen auf das Thema Klimawandel gelenkt. Viele Jugendliche suchen Unterstützungen durch die Eltern, da diese in der Regel für die Einkäufe verantwortlich sind. Durch Gespräche und Diskussionen wurde auch die Generation der Eltern dazu bewegt, ihr Einkaufsverhalten drastisch zu ändern.

Welche Trends gibt es?

Einer der größten und langanhaltenden Trends ist, dass immer mehr Jugendliche zu Vegetariern oder Veganern geworden sind. Sie verzichten komplett auf Fleisch und nehmen die Fleischersatzprodukte dankend an. Während viele Erwachsenen den veganen Produkten gegenüber noch etwas kritisch sind, greifen Jugendliche in diesem Bereich immer häufiger zu. Das hat zur Folge, dass das Essen in der Schulkantine gemieden wird. Nicht an allen Schulen werden vegane Mittagessen angeboten, sodass die eigene Brotdose gefüllt mit Karotten- oder Kohlrabischeiben bevorzugt wird.

Viele Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass der Trend wieder in Richtung Schlankheitswahn geht. Umfragen haben gezeigt, dass sich mehr als ein Drittel der jüngeren Gesellschaft trotz Normalgewicht zu dicke fühlt. Nur 40% der untergewichtigen Jugendlichen empfinden sich körperlich als perfekt. Der Schlankheitswahn sorgt dafür, dass im Durchschnitt jeder fünfte bereits eine Diät hinter sich hat. Bei Mädchen liegen die Diäterfahrungen in der Regel deutlich höher als bei den Jungs.

Ein weiterer Trend ist die Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln. Natürlich ist es für Veganer ratsam, dass sie die fehlenden Vitamine und Mineralien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. Welche Nahrungsmittelprodukte für den eigenen Körper am besten geeignet sind, sollte immer mit dem Hausarzt besprochen werden. Es ist nicht sinnvoll, wahllos Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamintabletten aus dem Supermarkt oder der Drogerie einzunehmen. Sie möchten ihre Gesundheit verbessern und die Leistungsfähigkeit steigern. Ein Vergleich hat gezeigt, dass mehr sportliche Jugendliche zu Vitamintabletten greifen als Gleichgesinnte, die nicht normal gewichtig sind. Allgemein leidet die jüngere Generation häufiger unter einem Jod oder Vitamin-D Mangel. Dazu kommt, dass viele junge Mädchen unter einem Eisenmangel leiden. In diesem Fall ist die Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel sogar ratsam.

Ist jeder Trend sinnvoll?

Der Trend, dass Menschen allgemein auf regionale Produkte achten und mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist auf jeden Fall sinnvoll. Dadurch werden regionale Bauern und Anbieter unterstützt und die Umwelt durch kurze Transportwege wesentlich weniger belastet. Immer mehr Bauern haben damit begonnen, Früchte- und Gemüsesorten in Deutschland anzubauen, die normalerweise in den südlichen Ländern zu finden sind. Auch dadurch sollen in Zukunft lange Transportwege vermieden werden. Das ist besonders im Hinblick auf die Umwelt und die steigenden Spritpreise sinnvoll.

Ein weiterer sinnvoller Trend ist Eating Art. Bei dieser Essgewohnheit wird das Essen auf dem Teller besonders stilvoll und reizvoll angerichtet. Dieser Trend ist vor allem durch die Foodblogger entstanden, die sich auf Bilder von Speisen spezialisiert haben. Eine alte Redewendung besagt, dass das Auge mit isst. Da ist etwas Wahres dran. Auch das einfachste Gericht kann durch eine besondere Anrichtungsweise und einiger Dekos zum Festmahl werden.

Gluten vermeiden trotzt keiner Unverträglichkeit?

Ein neuer Trend scheint es bei der jüngeren Generation zu sein, auf Gluten zu verzichten, auch wenn gar keine Gluten Unverträglichkeit festgestellt wurde. Der Körper soll durch die Nahrung so wenig wie möglich belastet werden. Dementsprechend ist der Umsatz an glutenfreien Backwaren in den letzten Jahren stark angestiegen. In der heutigen Zeit sind Gluten aber nicht nur in Backwaren zu finden, sondern auch in Produkten wie Nudeln, Pizza oder Müsli. Auch wenn glutenfreie Produkte nicht zwangsläufig bedeuten, dass man abnimmt, sorgt das Verhalten dafür, dass bewusster gegessen wird. Durch das neue Bewusstsein wird auch auf Fertigprodukte oder Ketchup verzichtet.

Beim Trend Snackification geht es um die drei Hauptmahlzeiten. Diese werden von der jungen Generation in der Regel nicht mehr eingehalten. Nur die wenigsten Jugendlichen nehmen sich morgens die Zeit und frühstücken. Sie nehmen viel lieber häufiger am Tag kleine Mahlzeiten und Snacks zu sich. Hierbei handelt es sich nicht unbedingt um Fastfood, sondern um kleine gesunde Snacks, die den Körper nicht unnötig belasten.

Der Trend geht in Richtung Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Bei einer nachhaltigen Ernährung wird besonders darauf geachtet, dass alle ökologischen, gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen positiv sind. Ein Lebensmittel gilt immer dann als nachhaltig, wenn die Ressourcen nur in dem Ausmaß verbraucht werden, wie sie nachwachsen oder sich regenerieren können. Das ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen ihr Obst und Gemüse selbst anbauen. Auch die unterschiedlichsten Kräuter werden auf dem Balkon oder auf der Terrasse gezogen. Während das früher fast in jedem Haushalt praktiziert wurde, hatte sich das Essverhalten durch Fast Food und die steigende Produktion von Fertigprodukten etwas verändert. Jetzt ist auch die Jugend wieder zurück zu den alten Wurzeln.

Durch den eigenen Anbau kann nicht nur Geld gespart werden, sondern man weiß auch genau, was man isst. Die eigenen Obst- und Gemüsesorten sind mit Sicherheit frei von Pestiziden oder anderen Schadstoffen. Wer nicht die Möglichkeit eines eigenen Anbaus hat, kann aber auch den nächsten Bauern aufsuchen. Viele Bauern verkaufen ihre Produkte direkt vom Hof. Frischer und nachhaltiger geht es kaum. Die Kosten sind meistens nicht viel höher als im entfernten Supermarkt. Durch den Kauf von Obst und Gemüse aus dem Hofladen oder auf dem Wochenmarkt werden die regionalen Händler unterstützt. Wenn Jugendliche zu Produkten aus dem Ausland greifen, achten sie häufig auf das Fairtrade Label. Somit kann sich die neue Generation sicher sein, dass es sich um ein nachhaltiges Produkt handelt.

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Lebensmittelunverträglichkeiten